Demokratie wagen? Baden 1818–1919

Neue Sonderausstellung zur badischen Geschichte in der Bundesarchiv-Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen (Residenzschloss Rastatt)

Datum:
01.09.2020 - 01.11.2020
Uhrzeit:
zu den regulären Öffnungszeiten der Bundesarchiv-Erinnerungsstätte
Ort:
Bundesarchiv-Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte
Herrenstraße 18 / Schloss
76437 Rastatt
Kategorien:
Ausstellungen
Kultur
Museen
Eintrittspreis:
Der Eintritt ist frei!
Ortsteil:
Rastatt (Kernstadt)
Kontakt:
Mail: erinnerung@bundesarchiv.de, Tel.: 07222/77139-0
Veranstalter:
Bundesarchiv-Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte
Herrenstraße 18 / Schloss
76437 Rastatt
Tel.: 07222/77139-0
erinnerung@bundesarchiv.de

Die Demokratie gerät zunehmend unter Beschuss. Dieser Eindruck drängt sich in Zeiten von Fake-News und Wahlerfolgen für Populisten zumindest auf. Umso wichtiger ist es, sich zu vergegenwärtigen, dass eine freiheitliche demokratische Grundordnung kein Selbstläufer ist.

Das Generallandesarchiv Karlsruhe und das Staatsarchiv Freiburg greifen in der Wanderausstellung "Demokratie wagen? Baden 1818–1919" dafür zwei wichtige Zäsuren der badischen Geschichte auf: 1818 wird im Großherzogtum Baden eine für ihre Zeit wegweisende Verfassung erlassen. Sie wird zur Grundlage des badischen Nationalbewusstseins in dem in der napoleonischen Ära auf ein Mehrfaches seiner früheren Größe angewachsenen Großherzogtums. Fast genau 100 Jahre später bringt die Revolution von 1918 den Untergang der deutschen Monarchien. Baden wird eine Republik, die 1919 eine der demokratischsten
Verfassungen ihrer Zeit erhält.

Die Bundesarchiv-Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte präsentiert die Wanderausstellung ab dem 1. September. Anhand einer Vielzahl bislang unbekannter Dokumente und Exponate wird der Weg Badens von der Monarchie zur Republik nachgezeichnet, auf dem sich Baden immer wieder als das oft zitierte liberale Musterländle erwies. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Frage nach dem Ausmaß der politischen Mitbestimmung der badischen Bevölkerung und nach der Durchsetzung universeller Menschen- und Bürgerrechte. Die Präsentation bietet verschiedene Perspektiven, die auch einen regionalgeschichtlichen und biografischen Zugang zu dem Thema ermöglichen. Sie übergeht dabei nicht die vielfältigen Widerstände und zahlreichen Gegenspieler der demokratiegeschichtlichen Entwicklung, bis hin zur Zerstörung der Demokratie und der Beseitigung der Menschenrechte während der NS-Zeit.

Bildunterschrift für das Bildmotiv: Mitglieder der badischen Regierung und des Landtags vor Schloss Favorite in
Rastatt am 14. Oktober 1921. Seit 1919 dürfen auch Frauen wählen und gewählt werden (GLA Karlsruhe J-Ac, A 68).